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EU Heimtier Richtlinie

 

EU Heimtier Richtlinie

VERORDNUNG (EG) Nr. 998/2003 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 26. Mai 2003 über die Veterinärbedingungen für die Verbringung von Heimtieren zu anderen als Handelszwecken und zur Änderung der Richtlinie 92/65/EWG des Rates

Für Hundehalter sind vor allem folgende Inhalte dieser Richtlinie interessant:

Diese Richtlinie findet Anwendung für die Grenzüberschreitung mit Hund in einen anderen EU Mitgliedstaat oder die Grenzüberschreitung zu einem von der EU definierten Drittland. Die Grenzüberschreitungen dürfen dabei nicht zu Handelszwecken erfolgen, was soviel heißt, dass diese Tiere nur mitgenommen werden ohne die Absicht, diese zu verkaufen.

EU Heimtier Ausweis

Jeder Hundehalter der seinen Hund grenzüberschreitend mitnehmen möchte,  muss im Besitz eines Heimtierausweises nach EU Richtlinien für seinen Hund sein. Dieser Heimtierausweis muss dem Hund eindeutig zugwiesen werden können. Dieser wird von einem Tierarzt ausgestellt, der dazu von der zuständigen Behörde autorisiert wurde. Eine eindeutige Identifizierung ist mittels Implantierung eines Mikrochips möglich und auch nötig,, da diesen eine eindeutige Nummer zugewiesen ist. Die Nummer des Mikrochips wird genauso wie die Impfungen im Heimtierausweis vermerkt. Um das Ablesen des Mikrochips überall zu gewährleisten ist es wichtig, dass dieser über die EU Norm verfügt. Sollte Ihr Hund auf eine andere Art und Weise gechipt worden sein, müssen Sie sicherstellen, dass eine Ablesung jederzeit möglich ist.

Außerdem muss die Kennzeichnung des Hundes,  den Namens und die Adresse des Eigentümers beinhalten. Dieser Heimtierausweis muss daher vom Hundehalter beziehungsweise von der Person, die den Hund mitnehmen möchte immer mitgeführt werden.

Impfungen

Der Hund muss in jedem Fall gegen Tollwut geimpft worden sein und präventive Gesundheitsmaßnahmen vorgenommen werden. Ausnahmen hierzu können gewährt werden, wenn das Tier jünger als 3 Monate alt ist und es seit seiner Geburt an dem Ort gehalten wurde, an dem es geboren ist, ohne mit wild lebenden Tieren zusammen gekommen ist, die einer Infektion ausgesetzt gewesen sein können oder wenn es seine Mutter begleitet, von der es noch abhängig ist. Trotzdem wird ein Heimtierausweis benötigt.

Kontrollen

Stellt sich bei eine Kontrollen heraus, dass der Hund die Bedingungen zur Grenzüberschreitung nicht erfüllt, so beschließt die zuständige Behörde zusammen mit dem Amtstierarzt entweder:

- das Tier in das Herkunftsland zurückzusenden

- das Tier für die zur Erfüllung der Gesundheitsanforderungen erforderliche Zeit auf Kosten des Eigentümers oder der verantwortlichen natürlichen Person unter     amtlicher Kontrolle zu isolieren

- sofern eine Rücksendung oder Isolierung durch Quarantäne nicht möglich ist,  das Tier als letztes und äußerstes Mittel zu töten, ohne dass dafür ein finanzieller Ausgleich gewährt wird.

Hierbei tragen die Mitgliedstaaten tragen dafür Sorge, dass Tiere, deren Verbringung in das Gebiet der Gemeinschaft nicht genehmigt ist, bis zu ihrer Rücksendung oder einer anders lautenden Verwaltungsentscheidung unter amtlicher Kontrolle untergebracht werden.

 

*Diese Zusammenfassung ermöglicht es Ihnen einen kurzen Überblick über die wichtigsten Regelungen und Gesetze. Diese Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben.